Design

Tradition trifft Moderne

Das minimalistische Design der Leichtarchitekturen von SL Rasch folgt wissenschaftlichen Erkenntnissen und orientiert sich an der natürlichen Kraftableitung. Klassische Baustoffe verbinden sich mit Hightech-Materialien und ermöglichen höchst komplexe Gestaltungen bei äußerst geringem Gewicht.

Über die wissenschaftlich-gestalterische Expertise hinaus konnte SL Rasch auf einzigartige Weise Erfahrung im Umgang mit historischen Architekturkontexten sammeln. Seit über 30 Jahren sind wir an der Gestaltung der beiden Großmoscheen in Mekka und Medina in Saudi-Arabien beteiligt. Die Entwicklung, Planung und Gestaltung unterschiedlichster Konstruktionen und Objekte, geprägt von der islamischen Architekturtradition, gehört heute zu den Kernkompetenzen von SL Rasch.

Das Ornament ist in der islamischen Baukunst fest verankert. Seit Menschengedenken gehört es als fester Bestandteil zu allen Architektursprachen der Welt. In der Moderne aus ideologischen Gründen vermieden, ist es in die zeitgenössische Architektur längst wieder zurückgekehrt. SL Rasch steht für die Pflege der Ornamentik und verbindet traditionelle handwerkliche Techniken mit modernsten Technologien. Kostbare Hölzer, Marmor oder Edelsteine kommen bei der Fertigung der geometrischen und floralen Ornamente ebenso zum Einsatz wie modernste Verbundwerkstoffe.

Höchste bauphysikalische Anforderungen stellen Gebäudestrukturen, bei denen die geometrischen Prinzipien der traditionellen Ornamentik auf große selbsttragende Fassaden angewendet werden. SL Rasch spricht hier von Ornamentalen Konstruktionen. Eine neue ästhetische Qualität entsteht aus Synergien der ornamentalen Geometrie und der logischen, natürlichen Kraftableitung.

Zwischen Ornament und Hightech
Traditionelle Glasdächer sollen Tageslicht spenden, natürliche Luftventilation ermöglichen und eine ornamentale Konstruktion aufweisen. SL Rasch hat für diese Anforderungen zeitgemäße Lösungen entwickelt. Auch einen Mechanismus, der es ermöglicht, die Glasdächer computergesteuert zu verschieben – trotz eines Gewichts von mehreren hundert Tonnen.

Selbsttragende Window Screens
Für die Große Moschee in Mekka wurden Fensterverblendungen entwickelt, die die islamische Architekturtradition der Maschrabiyya aufgreifen. Da die handwerkliche Produktion aus Marmor nicht den sicherheitstechnischen Auflagen entsprach, entwickelte SL Rasch eine Stahlstruktur mit Bronzeverschalung.

Komplexe Geometrie der Muqarnas
Als Übergangselement zwischen quadratischem Raum und runder Kuppel, existieren in der islamischen Architektur Muqarnas. Sie gelten als Inbegriff des Moscheenbaus. In jüngster Zeit werden sie allerdings kaum noch realisiert, vor allem wegen ihrer komplexen Geometrie. Mit der Entwicklung parametrischer Programme gibt SL Rasch wesentliche Impulse für die Wiederbelebung dieses einzigartigen architektonischen Elements.

Transportation Design
Das Desert Ship 2 ist ein Beispiel für eine Reihe von Fahrzeugen, die speziell für die Navigation im freien Gelände konzipiert wurden und dennoch ein Höchstmaß an Komfort und Sicherheit bieten. Einfach zu fahren und leicht zu bedienen, ist das Desert Ship 2 äußerst vielseitig und bietet mit seinen großen Panoramafenstern im Cockpit einen guten Rundumblick. Es erfüllt eine Vielzahl von Funktionen, kann zum Beispiel als hochflexibles mobiles Büro eingesetzt werden und ist auch für die Falkenjagd ausgerüstet. Selbst anspruchsvollste Topografien stellen für das Desert Ship 2 kein Problem dar. Von einem pneumatischen Antrieb unterstützt, überwindet der 480-PS-Motor sogar Gelände mit Steigungen von bis zu 60 Prozent. Der große Kraftstofftank bietet eine maximale Reichweite von bis zu 1200 Kilometern.

Zelterweiterung

Mithilfe eines Teleskoparms kann am Heck des Fahrzeugs ein integriertes Zelt ausgefahren werde. Es bietet 250 Quadratmeter klimatisierten Raum und Schatten für Pausen oder längere Ruhezeiten.

1996 entwickelte SL Rasch gemeinsam mit Autodesigner Michael Conrad, Absolvent der Hochschule für Gestaltung Ulm, das Sportvelo 1996 – ein vollgefedertes Sportrad in Mischbauweise mit einem unvergleichlichen Erscheinungsbild. Der Prototyp wurde bisher etwa 35.000 Kilometer gefahren. Der Hauptrahmen ist als Carbon-Monocoque konstruiert, da die Leichtbauweise das Mehrgewicht der Federung ein wenig kompensiert. Zudem bietet Carbon die Möglichkeit, innovative Freiformen zu realisieren.

Die auch unter dem Namen CRB (Comfort Racing Bike) laufende Konzeptstudie hatte Hobby-Rennradfahrer im Fokus – oft eher ältere Radenthusiasten, die mehr Komfort schätzen, als ihn die härteren Rennräder bieten. Auch Triathleten, die Mitte der 1990er-Jahre mit gefederten 26-Zoll-Rädern unterwegs waren, kamen als Interessenten in Frage.

Sportvelo 1996

Design: Michael Conrad